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Wir hätten uns öfter berühren sollen.

  • Wir hätten uns öfter berühren sollen. 2018, Belichtungsreihenfotografie; hier: Pigmentdruck auf Bütten, 125 x 65 cm (inkl. Rahmen), 1/10
    Wir hätten uns öfter berühren sollen. 2018, Belichtungsreihenfotografie; hier: Pigmentdruck auf Bütten, 125 x 65 cm (inkl. Rahmen), 1/10

2018
Installation, Belichtungsreihenfotografie, hier: Pigmentdruck auf Bütten,
125 x 65 cm
(inkl. Rahmen), limitiert auf 10

Verliebt, geliebt, entliebt… Was ist? Was bleibt? Was geben wir auf, was tauschen wir ein? Schneller Ersatz, nur für den Augenblick? Was bleibt vom Intimen privat oder wird öffentlich – und in der Vielzahl beliebig? Alles schon gesehen und nichts berührendes mehr?

“Wir hätten uns öfter berühren sollen” ist dem 2010 uraufgeführten Theaterstück “Nur Nachts” von Sibylle Berg entliehen. Der Satz fällt am Ende des Beziehungsdramas eher plötzlich in einer Traumszene vom Tod nach einer gemeinsamen Alterszeit.

Fotografiert ist 1:1 und unverfälscht eine Dauerinstallation mit zehn roten Plastiklampen in des Künstlers Toilette. Das den schmalen, langen Raum durchflutende rote Licht wird gebrochen vom kalten Schein eines Laptop-Monitors.

Hier abgebildet ist die Fotografie in der kleineren Variante auf Bütten; eine zweite Variante hinter massivem Acrylglas mit schmalem Alurahmen vermittelt Haptik und Optik eines modernen Smartphones, durch das der entfernte, anonyme Beobachter ins intime Private einer unbekannten Person eindringt. Interpretieren kann er, wissen tut er nichts.

Foto Ausstellungsansicht © 2018: Stephan A. Schmidt