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Banalität des Bösen (aus der Serie Denkmuster)

  • Banalität des Bösen
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    Banalität des Bösen

2017
Scan vom Aufschnitt des Buches „Mein Kampf“, 10-fach vergrößerter Pigmentdruck auf Büttenpapier
183 x 35 cm (im Schattenfugenrahmen)

Na klar, könnte man sagen, jetzt macht der Schmidt halt auch noch das böseste Buch der Bücher, bietet sich ja an für seine Serie.

Nur: Draufkommen muss man zum einen halt trotzdem. Und zum anderen – Zitat Schmidt: „Es war an der Zeit, dieses Drecksbuch (und ganz bewusst eine Ausgabe von vor 1933) zu zerschneiden, ganz billig, ganz einfach. Und wohltuend: Vorher konnte ich es kaum anfassen und war mir nicht sicher, ob ich das für die Denkmuster-Serie verarbeiten will – bis dann das Schneidmesser mitten durch das Hakenkreuz auf dem Buchdeckel fuhr und der Rotz in zwei Hälften vor mir lag. Es wurde plötzlich banal, erlösend banal. Schluss also mit dem verantwortungsrelativierenden Mythos, ganz in der Tradition von Quentin Tarantinos befreiendem Film Inglourious Basterds, in dem der “unsterbliche” Hitler einfach umgenietet wird. Zack, der Mythos ist dumpfer Müll. Und nichts naheliegender, als mir den dennoch schmerzlichen, sozusagen ‘erquälten’ Titel von Hannah Arendt zu borgen.

Und nur am Rande: Es ist nicht das ‘böseste Buch’, darum geht es nicht. Ich habe hier auch Alfred Rosenbergs Der Mythus des 20. Jahrhunderts rumliegen, aber daraus wird erst mal kein Aufschnitt, sondern ein anderes Projekt.“


Generelle Informationen zur Serie Denkmuster beim Werk Versiegt von 2015

© 2017 – Fotos: Stephan A. Schmidt

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