logo

Kurz mal in der Augsburger Allgemeinen baden:

„‚Keiner von Euch’ zeigt sich dem barocken Museumsbestand gewachsen.“

Tja, dann bade ich mal kurz in der Augsburger Allgemeinen. Wollte schon immer mal was aus Pappmaché machen, und wenn, dann natürlich aus Zeitungsartikeln über meine Kunst.

Also – warum? Pünktlich zur Vernissage der 68. Großen Schwäbischen Kunstausstellung schreibt Kulturredakteur Rüdiger Heinze im Feuilleton der Wochenendausgabe vom 26.11.2016 zum Hängekonzept, das die einjurierten Werken innerhalb der Deutschen Barockgalerie im Augsburger Schaezlerpalais, d.h. zwischen den Werke der alten Meister zeigt:

„Dieses Konzept verschafft der Großen Schwäbischen unerwartete Zugkraft. (…) Die überwiegende Mehrheit der Arbeiten wurde so platziert, dass eine deutliche Verbindung zu einzelnen Werken oder Gattungen der großartigen Malerei in der Deutschen Barockgalerie hergestellt werden konnte. (…) Gewiss, es kann ein Kniff sein, Alt und Neu zu kombinieren – denn oft genug läuft dies auf den Vorteil, die Aufwertung, die unberechtigte Adelung des Neuen hinaus. Gleichzeitig gilt aber auch: Nun hat das Neue im Kontext zur abgesegneten Qualität unwiderruflich Farbe zu bekennen. Beide Perspektiven zu beachten, ist jetzt im Augsburger Schaezlerpalais gefragt. Es dürfte durchaus inspirierend sein für das Publikum, Bezüge zu erkennen, weitere zu finden und künstlerische Qualitäten abzuwägen in direkter Gegenüberstellung.

Für die Exponate der 68. Großen Schwäbischen gilt im oberen Niveau, dass sie sich in einigen Fällen – wie etwa Stephan A. Schmidts Restlichtfotografie „Keiner von Euch“ – dem barocken Museumsbestand gewachsen zeigen; am unteren Ende aber auch in einigen Fällen, dass sie die Alte Kunst aufdringlich zu beleidigen vermögen.“

Oder anders gesagt: Renaissance-Zitate funktionieren auch im Barock 😉

PS – zur Unterzeile des Artikels: Das Wort „Leistungsschau“ sollte endlich mal aus dem Vokabular des Kunstbetriebs gestrichen und der Tierzucht überlassen werden.

Abbildung mit freundlicher Genehmigung der Augsburger Allgemeinen

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.